Ratgeber · WG & Paar
Bon aufteilen in der WG: So rechnest du fair ab
Am fairsten teilst du einen Bon, indem jeder bezahlt, was er wirklich hatte, und gemeinsame Dinge wie Spülmittel oder Chips zu gleichen Teilen geteilt werden. Bei Bons mit vielen Zeilen ist das von Hand mühsam – in Bonstructer tippst du die Zeilen an und die App rechnet aus, wer wem was schuldet.
Wann teilst du einen Bon pro Artikel, wann gleichmäßig?
Es gibt keine Methode, die immer passt. Entscheidend ist, wie unterschiedlich die Einkäufe der Beteiligten sind.
- Gleichmäßig teilen (Summe durch Personenzahl) ist schnell und passt, wenn alle ungefähr dasselbe konsumiert haben: Pizza-Abend, gemeinsames Grillen, Geschenk für Dritte.
- Pro Artikel teilen ist fairer, sobald es Ausreißer gibt: Eine Person trinkt keinen Alkohol, ein Mitbewohner kauft allein Fleisch, jemand legt Shampoo in den gemeinsamen Einkauf. Hier zahlt jeder seine eigenen Zeilen.
- Mischform: Persönliche Dinge pro Artikel zuordnen, alles Gemeinsame gleichmäßig teilen. In der Praxis ist das für die meisten WGs die ehrlichste Lösung.
Wie gehst du mit gemeinsamen Basics um?
Klopapier, Spülmittel, Öl, Salz, Kaffee: Dinge, die alle nutzen, will niemand einzeln zuordnen. Zwei übliche Wege:
- Gleichmäßig splitten, wenn sie auf dem Bon stehen. Das ist transparent und lässt sich am Bon nachvollziehen.
- Gemeinsame Kasse oder festen Betrag pro Monat, wenn ihr nicht jeden Einkauf aufrechnen wollt. Das spart Diskussionen, verlangt aber Vertrauen, dass niemand dauerhaft mehr verbraucht.
Was ist mit Pfand, Rabatten und Gutscheinen?
Pfand und Rabatte stehen als eigene Zeilen auf dem Bon. Prüft vor dem Aufteilen, wem sie zustehen: Der Pfandbon gehört meist dem, der die Flaschen zurückbringt, ein Rabatt auf ein bestimmtes Produkt dem, der es nimmt. Ein Rabatt auf den ganzen Einkauf lässt sich gleichmäßig teilen. Wichtig ist nur, dass ihr es einmal gleich handhabt.
Wie teilst du einen Bon nach einer Party oder einem Ausflug auf?
Bei Partys und Ausflügen zahlt meist eine Person alles vor. Praktisch ist dann:
- Bon sofort sichern, damit er nicht verloren geht oder verblasst.
- Entscheiden, was jeder bezahlt: bei Getränken und Essen für alle gleichmäßig, bei persönlichen Dingen pro Zeile.
- Zeitnah abrechnen. Je länger du wartest, desto öfter heißt es „wie viel war das noch mal?“.
- Den Betrag direkt anfordern, statt eine Liste zu verschicken, die jeder selbst nachrechnen muss.
Wie teilst du einen Bon in Bonstructer auf?
Die Zeilen sind nach dem Scan schon da, du tippst nichts ab. So geht es:
- Bon scannen (Kamera, Foto, PDF, QR-eBon oder eingefügter Text) und im Bon Bon aufteilen wählen.
- Antippen, wer welche Zeile hatte. Zeilen, die du niemandem zuordnest, teilen sich alle gleichmäßig. Das passt für gemeinsame Basics und Pizza für alle.
- Ergebnis ansehen. Bonstructer rechnet aus, wer wem was schuldet.
- Anteil schicken. Du schickst jeden Anteil direkt in die App der Person (Ende-zu-Ende verschlüsselt) oder als Nachricht mit PayPal, Wero oder GiroCode. Der GiroCode ist ein QR-Code, den die Banking-App der anderen Person scannen kann.
Deine eigene IBAN oder PayPal-Adresse liegt Ende-zu-Ende verschlüsselt: Nur dein Gerät kennt den Schlüssel, ein Token nimmt ihn auf ein neues Handy mit.
Wie teilt ihr zu zweit oder in der WG ein gemeinsames Notizbuch?
Du kannst das Notizbuch mit Partner, Familie oder WG teilen: per Link einladen, dann scannen alle und sehen dasselbe. Das ist praktisch, wenn mehrere einkaufen, denn niemand muss Bons weiterreichen oder fotografieren und schicken. Auch Fragen im Chat, etwa „Was haben wir letzte Woche zusammen für Lebensmittel ausgegeben?“, beziehen sich dann auf die gemeinsamen Bons. Antworten schreibt eine KI auf Basis deiner Bons und kann falsch sein; Summen prüfst du im Notizbuch.
Wie gut die App Bons liest, siehst du auf der Startseite unter Scan-Qualität. Tipps für bessere Fotos: Kassenbon scannen: Tipps für zerknitterte und lange Bons. Ausprobieren kannst du es im Browser unter bonstructer.com/app; die Android-App ist im geschlossenen Test bei Google Play, auf dem iPhone nutzt du die Web-App über den Home-Bildschirm.
Worauf solltest du bei Geld unter Freunden achten?
- Vorher klären, was gemeinsam ist und was persönlich.
- Zeitnah abrechnen, am besten am selben oder nächsten Tag.
- Kleinstbeträge ruhig großzügig runden, wenn sich alle einig sind.
- Den Bon als Beleg aufheben, damit jeder die Rechnung nachvollziehen kann.
- Bei größeren Summen (Kaution, Möbel, Miete) nicht über Bons, sondern schriftlich abrechnen.
Dieser Text ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Quellen
- European Payments Council: Herausgeber des EPC-QR-Code-Standards, auf dem GiroCode-Zahlungen beruhen (abgerufen Oktober 2026)
- Wero: Informationen zum europäischen Zahlungsdienst (abgerufen Oktober 2026)
Häufige Fragen
Kann ich einen Bon mit WG oder Partner aufteilen?
Ja. Im Bon wählst du Bon aufteilen, tippst an, wer welche Zeile hatte, und Bonstructer rechnet aus, wer wem was schuldet. Nicht zugeordnete Zeilen teilen sich alle.
Wie bekommt jeder seinen Anteil?
Du schickst jeden Anteil direkt in die App der Person (Ende-zu-Ende verschlüsselt) oder als Nachricht mit PayPal, Wero oder GiroCode.
Ist das Aufteilen kostenlos?
Zwei Bons sind gratis, danach gehört das Aufteilen zu Premium. Die Grundnutzung von Bonstructer ist kostenlos; einige Zusatz- und KI-Funktionen nutzen Credits (AIC), der Preis wird vorher angezeigt.
Was passiert mit Zeilen, die ich niemandem zuordne?
Sie teilen sich alle gleichmäßig. So bleiben gemeinsame Basics wie Spülmittel oder Chips ohne Extra-Aufwand fair verteilt.
Können alle in der WG dieselben Bons sehen?
Ja, wenn ihr das Notizbuch teilt: per Link einladen, gemeinsam scannen, alle sehen dasselbe.