Ratgeber · eBon
Digitaler Kassenbon (eBon): So bekommst du ihn und sammelst alle an einem Ort
Einen digitalen Kassenbon (eBon) bekommst du in der Regel über die App oder Kundenkarte des Händlers; er landet dann im Händlerkonto, in der App oder per E-Mail. Wer bei mehreren Händlern einkauft, hat seine Bons so an vielen Orten verteilt – sammeln kannst du sie zentral, indem du sie weiterleitest, per QR-Code oder als PDF importierst.
Was ist ein eBon und wie unterscheidet er sich vom Papierbon?
Ein eBon ist der Kassenbon in digitaler Form statt auf Thermopapier. Beim Bezahlen fragt die Kasse, ob du den Beleg auf Papier, digital oder gar nicht möchtest. Technisch gibt es meist zwei Wege: Der Händler ordnet den Bon deinem Kundenkonto zu (zum Beispiel über die Karte in der App), oder die Kasse zeigt einen QR-Code, den du mit dem Handy abrufst.
Die Belegausgabepflicht nach § 146a Abgabenordnung verlangt, dass der Händler dir einen Beleg anbietet; sie lässt auch eine elektronische Ausgabe zu. Ob ein Händler eBons anbietet und in welcher Form, entscheidet er selbst. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Bei welchen Händlern gibt es digitale Kassenbons?
Mehrere große Handelsketten bieten digitale Bons an, meist gekoppelt an ein Kundenprogramm oder eine eigene App – etwa bei REWE, Lidl (Lidl Plus), Edeka-Märkten, dm oder Kaufland. Wie das genau funktioniert, welche Filialen mitmachen und ob du dafür ein Konto oder eine Karte brauchst, ist von Händler zu Händler verschieden und ändert sich immer wieder. Prüfe es deshalb in der App oder auf der Hilfeseite des jeweiligen Händlers, bevor du dich darauf verlässt.
Zwei Muster tauchen häufig auf:
- eBon im Kundenkonto: Du scannst beim Bezahlen die Kundenkarte oder den Code in der App und sagst, dass du den Bon digital willst. Er erscheint danach in der App oder im Konto.
- eBon per E-Mail oder PDF: Der Bon kommt als Anhang oder zum Herunterladen, oft bei Online-Bestellungen und Lieferdiensten.
Wo landet der eBon – und was ist daran unpraktisch?
Im Normalfall bleibt der eBon beim Händler: im Konto, in der Händler-App oder im E-Mail-Postfach. Das ist bequem, solange du nur bei einem Händler einkaufst. In der Praxis kaufst du aber bei REWE, die Drogerie bei dm, wochenends beim Discounter und online – und jeder Händler hat sein eigenes Archiv.
- Verteilt: Eine Suche über alle Bons gibt es nicht; du musst wissen, wo du suchen musst.
- Abhängig vom Konto: Wie lange ein Händler eBons bereithält, bestimmt er. Lösche das Konto oder wechsle den Händler, kann der Bon weg sein. Lass dich nicht darauf verlassen, ohne es geprüft zu haben.
- Marketing: Händler-Apps verbinden den eBon üblicherweise mit Angeboten und Auswertungen deiner Einkäufe. Das ist legitim, aber nicht dein neutrales Archiv.
Wie sammelst du eBons verschiedener Händler an einem Ort?
- Per E-Mail weiterleiten. Kommt der eBon per Mail, leite sie von deiner Anmelde-Adresse an bons@bonstructer.com weiter. PDF- und Foto-Anhänge werden automatisch eingelesen und landen in deinem Notizbuch, ohne dass du die App öffnest.
- QR-eBon importieren. Zeigt die Kasse einen QR-Code für den digitalen Bon, kannst du ihn in Bonstructer einlesen (Inhalt je nach Händler unterschiedlich).
- PDF hochladen. Hast du den eBon als PDF aus dem Händlerkonto heruntergeladen, lädst du die Datei hoch. Auch Fotos und eingefügter Text funktionieren.
- Papierbons dazu. Den Bon vom Bäcker oder vom Wochenmarkt fotografierst du wie gewohnt. So liegen digitale und Papierbons im selben Archiv.
Bonstructer liest Laden, Datum und jede Artikelzeile aus. Wird eine Zeile falsch gelesen, korrigierst du sie direkt im Bon. Das Original (Foto oder PDF) bleibt am Bon gespeichert. Ob ein bestimmter Händler-eBon in jedem Fall sauber eingelesen wird, können wir nicht für alle Formate zusichern – bei Abweichungen hilft meist das PDF oder ein Foto. Mehr zur Bildqualität steht in Kassenbon scannen: Tipps und auf der Startseite unter echte Bons ohne Korrektur gelesen.
Was bringt dir der gesammelte Überblick?
Liegen alle Bons an einem Ort, kannst du sie nach Laden, Datum oder Artikel durchsuchen, etwa wenn ein Gerät nach Monaten kaputtgeht und du den Kauf belegen willst. Dazu kommen Auswertungen nach Kategorien, Läden und Monat sowie Chat-Fragen zu deinen Einkäufen. Antworten schreibt eine KI auf Basis deiner Bons und kann falsch sein; Summen prüfst du im Notizbuch. Eine Bankanbindung gibt es nicht – Grundlage sind nur die Bons, die du selbst hinzufügst.
Wie lange du Belege aufbewahren solltest, erklärt der Ratgeber Wie lange Kassenbons aufbewahren?. Auch eBons gelten dabei als Belege.
Quellen
Häufige Fragen
Wie bekomme ich einen digitalen Kassenbon bei REWE, Lidl oder Edeka?
Meist über die App oder Kundenkarte des Händlers: Beim Bezahlen den digitalen Bon wählen, danach findest du ihn im Konto oder in der App. Welche Filialen und Wege es gibt, unterscheidet sich je Händler. Schau in die App oder auf die Hilfeseite des Händlers.
Zählt ein eBon als Kaufnachweis?
Für Umtausch und Reklamation ist ein digitaler Bon ein Beleg wie ein Papierbon, ob der Händler ihn akzeptiert, entscheidet er. Sichere dir deshalb eine eigene Kopie als PDF oder Foto. Das ist keine Rechtsberatung.
Wie leite ich einen eBon an Bonstructer weiter?
Leite die Mail mit dem Bon von deiner Anmelde-Adresse an bons@bonstructer.com weiter. PDF- und Foto-Anhänge werden automatisch eingelesen und landen in deinem Notizbuch.
Funktioniert der QR-eBon-Import bei allen Händlern?
QR-eBons und PDF-Bons lassen sich einlesen. Weil Händler unterschiedliche Formate nutzen, kann nicht jede Variante fehlerfrei ankommen. Dann hilft ein PDF oder Foto, und falsch gelesene Zeilen korrigierst du im Bon.
Von welcher Adresse muss ich Bon-Mails weiterleiten?
Leite sie von der Adresse weiter, mit der du in Bonstructer angemeldet bist.